
Ferro Frost lebt mit einer Psychotherapeutin und dem süßesten Hund der Welt in Düsseldorf. Ein glücklicher Umstand, der ihn seine geistige Gesundheit trotz des vielen Dramas in seinen Geschichten bewahren lässt. Er wuchs als ältestes von vier Geschwisterkindern auf und schiebt all seine Schwächen und Skuriläten auf diese wilde Erfahrung. Vermutlich spricht er deshalb auch von sich in der dritten Person.
Jedenfalls war Ferro ein furchtbarer Schüler mit zu wenig Konzentrationsvermögen und zu vielen Tagträumen. Er verbrachte weit mehr Zeit mit diversen Videospielen als für irgendeinen Heranwachsenden gesund erscheint.
Es bleibt ungeklärt, wie er trotz blauer Briefe in acht von zehn Fächern die neunte Klasse überstand und 2008 sein Abitur abschloss. Zumal er ein paar Jahre später einen Masterabschluss in Wirtschaftspsychologie aus der Stadt entwendete, deren Name nicht genannt werden darf.
Die wundervolle Welt der Bücher entdeckte er vergleichweise spät, verlor sich dafür aber umso tiefer darin. Irgendwann bekam er eine Ausgabe von Der kleine Hobbit in die Hand und wunderte sich intensiv darüber, dass die Kreatur auf dem Cover so gar nicht zu der Beschreibung von Bilbo passen wollte. Erst gegen Ende ging ihm auf, dass es sich wohl um einen gewissen Drachen handeln musste. Der Weg von dieser ersten Leseerfahrungen zum eigenen Schreiben war entsprechend lang wie steinig.
Umso unwahrscheinlicher erscheint es, dass Ferro gleich für seinen ersten Roman einen kleinen Verlag fand, bei dem er zwischen 2020 und 2023 eine ganze Trilogie veröffentlichte. Es sollte sich jedoch als gemischte Erfahrung herausstellen, die in ihm das Bedürfnis nach mehr Freiheit und Eigenverantwortung weckte.
Beides fand er im Selfpublishing. Beides droht ihm seitdem auf die Füße zu fallen.
Dafür spricht beispielsweise, dass er nichts auf Tropes und Trends gibt. Dass ihm sein Perfektionismus wie ein kleiner Teufel im Nacken sitzt. Auch sein mitunter eigenwilliger Schreibstil trägt wenig zur Massentauglichkeit bei.
Bloß waren es auch nicht die gefälligen 0815-Bücher, die ihn fasziniert und geprägt haben. Es waren Autorinnen, die sich etwas trauten und auf ihre ganz eigene Sprache setzten. Und Ferro würde lieber Lieblingsbücher für einige wenige schreiben als belanglose Titel für alle.
Wenn er gerade mal nicht am nächsten Manuskript arbeitet oder seine Veröffentlichungen zu vermarkten versucht, leitet er vermutlich einen Brettspielabend. Vielleicht tritt er aber auch mit seiner Band Ardenna in einem räudigen Kellerloch auf, zockt Videospiele aus seiner Jugend oder schindet seine Knochen auf dem Fußballplatz. Seine Magic-Kartensammlung liegt zwar auf Eis, aber er gibt euch als ehemaliger Turnier-Grinder gerne ’ne Rutsche im Format eurer Wahl.
Wenn ihr ihn unterstützen wollt, bewertet seine Werke auf beliebigen Online-Plattformen oder empfehlt sie weiter. Für Rezensionen gibt es Bonus-Karmapunkte und eine gedankliche Umarmung. Auch über Zuspruch oder gut gemeinte Kritik freut er sich immer.
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FAQ:
Wieso brauchst du so verdammt lange für ein Buch?
Weil ich leider vergleichsweise langsam schreibe und der eigene Anspruch gestört hoch ist. Das beginnt schon bei der Konzeption, setzt sich bei der Rohfassung fort und gipfelt in der Überarbeitung meiner Texte.
Danach folgen noch Lektorat, Korrektorat, Coverdesign, Buchsatz, etwaige Illustrationen, Veröffentlichungs-Planung und Marketing. All diese Schritte tragen auf die ein oder andere Weise zu deinem Leseerlebnis bei, aber sie brauchen eben Zeit.
Kannst du nicht alle fertigen Bücher auf einmal veröffentlichen?
Den Gefallen würde ich euch liebend gerne tun, aber dann würde mich das tragische Schicksal eines Eichhörnchens ereilen, das bei Wintereinbruch alle Vorräte aufmümmelt.
Okay, ich würde vielleicht nicht gleich verhungern. Aber im Self-Publishing ist Kontinuität super wichtig und ich kann diese nur mit einem gewissen Puffer gewährleisten. Immerhin dürft ihr euch auf absehbare Zeit jedes halbe Jahr auf eine neue Veröffentlichung von mir freuen. Yay!
Warum kein Verlag?
Weil ich den Großen zu klein bin und mir die Kleinen zu klein sind. Als Self-Publisher trage ich zwar das gesamte Risiko meiner Veröffentlichungen, aber dafür habe ich alle Fäden selbst in der Hand.
Ob meine starke Fokussierung auf Qualität finanziell aufgeht, ist mehr als zweifelhaft. Aber für mich klappt es entweder so oder gar nicht.
Was soll das mit dem Pseudonym?
Ist sowieso schon schwer genug, sich als Autor eine Marke aufzubauen. Wenn sich obendrein niemand deinen verfluchten Klarnamen merken kann, bleibt dir fast keine andere Wahl.
Wo versteckst du den den süßesten Hund der Welt?
Toka ist reichlich internet-scheu. Vielleicht will sie mir auch einfach nicht die Show stehlen. Ein paar Bilder findest du aber in meinem Instagram Feed.